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Was ist ein EKG Gerät?

 

Das Wichtigste in Kürze
Ein EKG Gerät misst Herzströme.
Ein EKG Gerät ist zur reinen Kontrolle, es kann nicht selbst eingreifen. Es misst nur.
EKG Geräte gibt es in den verschiedensten Varianten. Heutzutage sind tragbare EKG Geräte keine Seltenheit mehr.

 

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Wie funktioniert ein EKG Gerät?

Ein Elektrokardiogramm (EKG) misst die elektrischen Impulse, welche vom Sinusknoten gesendet werden, damit das Herz sich gleichmäßig zusammenzieht und wieder entspannt.

So genannte Elektroden, die diese elektrische Erregung aufnehmen, werden auf der Haut befestigt. Es gibt Klebeelektroden, welche auf die Haut geklebt werden, sowie Saugelektroden, die sich mit kleinen Saugnäpfen an der Haut festsaugen.

Je nach Art des EKG Geräts variiert die Anzahl der Elektroden. Sie werden im Bereich der Brust und an den Extremitäten (Armen und Beinen) angebracht. Die erfassten Impulse werden über ein Kabel, das mit dem EKG verbunden ist, an das Gerät weitergegeben und im Display als Kurven dargestellt. So können Abweichungen von der Norm sofort erkannt werden.

Darüber hinaus lässt sich an die meisten EKG Geräte ein Drucker anschließen, so dass die Ergebnisse ausdruckbar sind. Viele moderne Elektrokardiogramme lassen sich außerdem an den PC anschließen, wo sich die Ergebnisse mit einer speziellen Software auswerten lassen.

Eine begrenzte Anzahl an Messungen kann in dem Gerät selbst gespeichert werden. Externe Speichermedien, wie ein USB-Stick, bieten meist zusätzliche Speicherkapazitäten. Der Vorgang selbst ist schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen. Die Messungen können beliebig oft vorgenommen werden und helfen so, dem Patienten Sicherheit zu geben.

Zusammenfassung
Es werden Elektroden auf der Haut angebracht. Diese geben elektrische Signale an das Gerät weiter. Dort werden die Signale und ausgewertet und man kann einiges über das Herz erkennen.

 

Wofür verwendet man ein EKG Gerät?

Ein Elektrokardiogramm hat viele Einsatzmöglichkeiten. Zum einen dient es dazu, bei akuten Beschwerden wie

  • Herzrasen
  • Brustschmerzen
  • Schwindel und Atemnot bis hin zur Bewusstlosigkeit

die Ursache der Symptome herauszufinden.

Anhand der EKG-Messung kann der Arzt erkennen, ob es sich beispielsweise um einen Herzinfarkt oder eine Herzrhythmusstörung handelt. Auch andere Krankheiten, die sich auf das Herz auswirken, können so identifiziert werden, zum Beispiel eine Lungenembolie.

Aber auch eine Privatperson kann ein mobiles EKG nutzen, um bei gesundheitlichen Beschwerden schnell zu erkennen, ob es sich um ein harmloses Unwohlsein handelt oder ein ernstzunehmendes Problem. Oft ist das schnelle Handeln in solchen Fällen entscheidend und kann Leben retten. Ein EKG Gerät gibt so ein großes Stück Sicherheit und Lebensqualität zurück.

Außerdem wird ein EKG dazu verwendet, um nach einer Operation zu kontrollieren, ob die Maßnahmen wunschgemäß greifen, zum Beispiel der eingesetzte Herzschrittmacher richtig arbeitet.

Ein Arzt überprüft mithilfe des Elektrokardiogramms, ob die verschriebenen Medikamente ausreichend sind.

Manche Beschwerden treten nur sporadisch auf, in bestimmten Situationen oder wie aus heiterem Himmel. Dann ist es besonders schwierig, der Ursache auf den Grund zu gehen. Auch da kann ein EKG helfen, eine Diagnose zu bekommen. Beispielsweise durch ein Langzeit-Elektrokardiogramm, welches über einen längeren Zeitraum am Körper getragen wird und ununterbrochen Messungen vornimmt.

Zusammenfassung
Das EKG Gerät kontrolliert die Herzfunktion. Diese zu überwachen kann bei Krankheiten aber auch Sportlern sinnvoll sein.

 

Im Hintergrund zwei Menschen am Strand, im Vordergrund ein EKG Gerät

Was kostet ein gutes EKG Gerät?

Da es ganz viele unterschiedliche Geräte gibt, fallen auch die Preise entsprechend unterschiedlich aus. Für den professionellen Einsatz muss ein EKG Gerät andere Voraussetzungen hinsichtlich Genauigkeit und Leistungsfähigkeit erfüllen.

Stationäre Geräte, wie sie in Krankenhäusern und Arztpraxen verwendet werden, liegen im Bereich von einigen hundert Euro bis zu 3.000 EUR. Sie verfügen über einen ausreichend großen Speicherplatz und meist über einen integrierten Drucker.

An ein Langzeit EKG werden hohe Anforderungen gestellt. Es muss klein, leicht und handlich sein, dabei aber präzise arbeiten. Da es über einen längeren Zeitraum bei den täglichen Aktivitäten getragen wird, darf es außerdem nicht zu empfindlich sein. Für ein gutes Langzeit EKG Gerät können bis zu 5.000 EUR fällig werden. Das ist dann ein Gerät für höchste Ansprüche.

Mobile EKG Geräte, die nur im Bedarfsfall eingesetzt werden, können bereits deutlich günstiger erworben werden. Bereits ab 80 EUR gibt es die kleinen EKG Geräte.

Die Messung erfolgt meist über das Auflegen des Fingers auf die Elektrode am Gerät oder durch Drücken auf die Haut.

Ein Belastungs-EKG stellt die teuerste Art dar, weil zusätzlich zum EKG Gerät noch ein Ergometer oder Laufrad benötigt wird. Nach oben gibt es kaum Grenzen. Ganz einfache Fahrradergometer sind bereits ab 2.000 EUR zu bekommen.

Zusammenfassung
Elektrokardiogramme für Zuhause gibts bereits für unter 100€.

Welche Unterschiede gibt es zwischen teuren und günstigen EKG-Geräten?

Grundlegende Unterschiede beim Preis gibt es zunächst bei der Art des Geräts.

Bei jedem EKG Gerät spielt die technische Ausstattung eine große Rolle. Das fängt bei der Anzahl der Elektroden an. Je mehr Ausgänge das Gerät hat, desto mehr Elektroden können befestigt werden. Viele Elektroden liefern viele Messungen (Ableitungen), was ein gesichertes, genaues Ergebnis garantiert.

Günstige Geräte haben oft nur einen Ausgang oder maximal drei Ausgänge. Das ist ausreichend für eine schnelle Überprüfung der Herzfunktion. Für eine präzise Diagnostik werden mehrere Werte benötigt.

Unterschiede gibt es außerdem bei der Speicherkapazität von Messungen. Das ist insbesondere bei Langzeit EKG Geräten von Bedeutung. Je mehr Daten gespeichert werden können, desto länger kann

das Gerät am Stück Messungen durchführen. Von Vorteil ist ein großes, übersichtliches Display, von dem die Ergebnisse gut abgelesen werden können. Dazu tragen farbige Akzente und eine Hintergrundbeleuchtung bei.

Beim Belastungs-EKG reicht die Palette von einem einfachen Ergometer mit angeschlossenem EKG Rekorder bis hin zum kompletten Messplatz, bei dem sogar der Computer, ein Laserdrucker und ein Gerätewagen enthalten sind. Der preisliche Unterschied liegt hier bei etlichen tausend Euro. Für den Privatgebrauch ist die einfache, günstige Lösung völlig ausreichend.

Zusammenfassung
FÜr den privaten Gebraucht reichen Geräte um 100€ völlig aus.

 

Welche unterschiedlichen EKG Geräte gibt es?

Prinzipiell gibt es EKG Geräte für drei verschiedene Arten der Messung. Beim Ruhe EKG sitzt oder liegt der Patient, während die Messung läuft. Die Zeitdauer beträgt zwischen 30 Sekunden und einigen Minuten.

Eine Ausnahme ist die permanente Überwachung in Krankenhäusern. Diese Art von EKG Gerät hat meist zwischen sechs und zwölf Ableitungen, also Ausgänge. Sie verfügen oftmals über einen integrierten Drucker und eine Tastatur, mit der die Patientendaten eingegeben werden kann.

Eine weitere Art ist das Belastungs-EKG. Hier werden auf einem stationären Fahrrad oder Laufband verschiedene Belastungen imitiert. Bei einer Messung beginnt man zunächst mit einer geringen Belastung und steigert dann den Schwierigkeitsgrad. Das bei der Messung angeschlossene EKG Gerät kann in der Regel auch als Ruhe EKG verwendet werden.

Beim Langzeit Elektrokardiogramm wird die Messung über einen längeren Zeitraum, meist 24 Stunden, vorgenommen. In manchen Fällen sogar bis zu sieben Tage, damit auch seltene Ereignisse erfasst werden können. Das LZ EKG Gerät ist im Prinzip ein kleines, digitales Aufnahmegerät. Dieses verfügt meist über zwei Ausgänge, also Elektroden.

Neben diesen drei Arten gibt es auch noch so genannte Event-Recorder, welche beim Auftreten eines Ereignisses eingesetzt werden. Oft haben sie zusätzlich die Funktion eines Mobiltelefons, mit dem im Notfall gleich Hilfe geholt werden kann. Die ermittelten Daten können bei Bedarf über das UMTS-Netz an einen Arzt oder eine Notrufzentrale weitergeleitet werden.

Zusammenfassung
In der Praxis finden folgende EKGs Anwednung: Ruhe EKG,
Langzeit EKG und Belastungs EKG.

 

Benötigt man eine besondere Ausbildung für die Arbeit mit einem EKG Gerät?

Eine Messung mit einem EKG Gerät durchzuführen ist nicht so schwierig, wie man denken könnte, und kann auch von Laien durchgeführt werden.

Die gesäuberten Elektroden werden auf die befeuchtete Haut geklebt. In manchen Fällen handelt es sich um Saugelektroden, die sich mit Saugnäpfen an der Haut ansaugen.

Wichtig ist es, sich während der Messung nicht zu bewegen oder zu sprechen, denn das kann die Ergebnisse verfälschen. Der Vorgang kann nach verschiedenen Methoden durchgeführt werden, wobei die Elektroden auf unterschiedliche Weise platziert werden. Eine genaue Anleitung liegt dem Gerät normalerweise bei.

Bei mobilen Geräten, welche über nur einen Ausgang verfügen, ist es bereits ausreichend, einen Finger aufzulegen. Besonders bei Event-Recorder ist es auch verbreitet, das Gerät mit leichtem Druck auf die Haut im Brustbereich zu pressen. Eine Vorauswertung wird von vielen Geräten von der Software vorgenommen. Dem Anwender wird sofort aufgezeigt, ob die Werte im normalen Bereich sind, auffällig oder gar sofort behandlungsbedürftig. Spezielle Kenntnisse sind dafür nicht nötig.

So hilft das EKG Gerät auch Privatpersonen, Probleme sofort zu erkennen. Das gibt dem Anwender ein sicheres Gefühl und spart im Notfall wertvolle Zeit. Die detaillierte Auswertung hinsichtlich der Diagnostik und Therapie sollte im weiteren Verlauf dann von einem Arzt vorgenommen werden.

Zusammenfassung
Es wird keine Ausbildung für tragbare EKG Geräte benötigt.
Falls jedoch Probleme oder Ungereimtheiten auftreten, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.

Worauf sollte man beim Kauf eines EKG Gerätes achten?

Bei einem EKG Gerät handelt es sich um einen rechteckigen Rekorder, welcher die von den Elektroden aufgenommenen elektrischen Impulse so verstärkt, dass sie wahrnehmbar werden. In Form von Kurven auf dem Display oder auf einem Ausdruck ist so eine unglaublich große Menge an Informationen über den Herzmuskel und seine Funktionen ablesbar.

Ein Ruhe- oder Belastungs-EKG, das von Fachpersonal eingesetzt wird, muss andere Voraussetzungen erfüllen als ein mobiles Elektrokardiogramm, das eine Privatperson nutzen möchte, um die Herztätigkeit zu kontrollieren und im Notfall abgesichert zu sein.

Bei den Profi-Geräten kommt es vor allen Dingen auf die Genauigkeit an. Die Anzahl der Kanäle ist ebenso wichtig wie die technischen Voraussetzungen, beispielsweise ein integrierter Drucker, Touchscreen und Farbdisplay.

Für den mobilen und stationären Einsatz sind so genannte PC EKG Geräte praktisch, die bis zu 500 Messungen speichern können. Diese können später für die genaue Auswertung an einen PC übertragen werden.

Für den Laien kommt es vor allen Dingen darauf an, dass das EKG Gerät einfach zu bedienen ist. Eine übersichtliche Darstellung und Vorauswertung sind ebenso hilfreich, damit eine Privatperson auch ohne spezifische Kenntnisse erkennen kann, wann Handlungsbedarf besteht.

Zusammenfassung
Das entscheidende beim Kauf ist vorher zu wissen wofür man das EKG Gerät benutzen möchte. Das ist nämlich ausschlaggebend was für eine Art des Elektrokardiogramms man letztlich benötigt.

Für wen ist ein EKG Gerät geeignet?

Jeder kann ein EKG Gerät bedienen, denn es werden keine Fachkenntnisse benötigt. Tatsächlich ist ein EKG Gerät besonders für Privatpersonen geeignet, welche ihre Herzfunktion jederzeit – unterwegs oder zu Hause – kontrollieren möchten. Das kann nötig sein, wenn Vorerkrankungen vorliegen, zum Beispiel

  • eine koronare Herzerkrankung
  • ein vorangegangener Herzinfarkt oder
  • Herzrhythmusstörungen.
In diesen Fällen ist der Patient dank dem EKG Gerät wieder in der Lage, sich frei zu bewegen, ohne ein Risiko eingehen zu müssen.

Bei plötzlichem Unwohlsein kann die Tätigkeit des Herzens jederzeit überprüft werden. Falls Handlungsbedarf besteht, können die Daten direkt an den Arzt weitergeleitet oder eine Notrufzentrale verständigt werden. Diese Sicherheit verschafft dem Patienten wieder mehr Lebensqualität.

Es gibt aber noch weitere Einsatzgebiete: Insbesondere Belastungs-EKGs werden gerne nicht nur zur Kontrolle oder Überwachung eingesetzt, sondern auch in der Arbeitsmedizin und beim Leistungssport. So können die Leistungsfähigkeit festgestellt und Rückschlüsse auf das Training gezogen werden.

Dafür werden weitere Werte neben der Herzfunktion ermittelt wie Atmung und der Gasaustausch. Dieser findet mit der Atmung zwischen der Außenwelt (Luft, Wasser) mit den verstoffwechselnden Zielzellen statt. Dieser Austausch kann durch Muskelarbeit verbessert werden. So sagt dieser Wert etwas über die Kondition der betreffenden Person aus.

Zusammenfassung
Ein EKG Gerät ist für Menschen in jedem Alter geeignet. Für kranke Personen bis zu Profisportler.

Welches Zubehör gibt es für ein EKG Gerät?

Ohne entsprechendes Zubehör kann das beste EKG Gerät nicht zielführend verwendet werden. Elektroden beispielsweise müssen von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Es gibt eine große Auswahl an EKG-Elektroden:

  • Klammerelektroden
  • Saugelektroden oder
  • Klebeelektroden

Klebenelektroden werden nur einmalig verwendet, was sie besonders hygienisch macht. Man muss sie nicht reinigen und die Anbringung ist ebenfalls sehr einfach. Klebeelektroden zählen daher zu den beliebtesten Elektroden, die besonders von Privatpersonen geschätzt werden.

Saugelektroden dagegen sind mehrfach verwendbar. Sie haften auf der Haut, indem ein Gummiball Unterdruck erzeugt. Sie werden besonders im Bereich der Brust eingesetzt.

Klammerelektroden werden ausschließlich zur Messung an den Extremitäten (Arme und Beine) eingesetzt.

Weiteres Zubehör für den Einsatz der Elektroden ist ein spezielles Gel oder Spray, das die Leitfähigkeit verbessern soll.

Ein Elektrodengurt vereinfacht die Anbringung der Elektroden im Brustbereich und fixiert sie an Ort und Stelle.

Für die EKG Geräte mit Drucker gibt es spezielles Registrierpapier zu kaufen. Dabei handelt es sich um Papier auf einer Rolle, welches nach einem bestimmten Abschnitt durch Perforation abgetrennt werden kann. Natürlich können auch Spezialverbindungskabel einzeln gekauft werden, welche die Elektroden mit dem Gerät verbinden.

Zusammenfassung
Die Elektroden müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.