Skip to main content

Kauf eines EKG Geräts

Ein Elektrokardiogramm kann Leben retten. Für die medizinische Grundversorgung von Patienten ist ein solches Gerät aus der Ausstattung von Arztpraxis oder Krankenhaus nicht mehr wegzudenken. Auch für den Notfalleinsatz muss ein EKG vom Arzt oder Rettungswagen mitgeführt werden. Da die Geräte im Laufe der Jahre immer kleiner und die Technik immer ausgefeilter wurden, erschlossen sich die Möglichkeiten zunehmend auch für den Patienten selbst.

Mit dem eigenen EKG-Gerät können Vorfälle sofort aufgezeichnet oder die Herztätigkeit beliebig kontrolliert werden. Die ermittelten Daten lassen sich dank der modernen Technik sofort an die Arztpraxis oder Klinik übermitteln und auswerten.

Auf diese Sicherheit verlassen sich immer mehr Menschen mit Herzproblemen oder koronarer Vorgeschichte. Wer sich nach seinem eigenen EKG Gerät umsieht, findet eine große Auswahl an Geräten. Das macht es einem Laien nicht einfach, sich für das richtige Gerät zu entscheiden.

 

 

Was passiert bei einem EKG?

Die Abkürzung EKG steht für Elektrokardiographie. Bei dieser Untersuchungsmethode wird die elektrische Aktivität des Herzmuskels gemessen. Dafür werden Elektroden auf die Haut geklebt, die die elektrische Erregung, welche den Herzschlag auslöst, messen und an das eigentliche Gerät weiterleiten. Dort wird die Aktivität in Form von Kurven dargestellt. Immer wieder liest man etwas von einem oder mehreren Kanälen, wenn es um Elektrokardiogramme geht. So gibt es 1-Kanal-EKG Geräte, 3-Kanal-EKG Geräte, 6- oder 12-Kanal EKG Geräte. Jede am Körper befestigte Elektrode hat einen eigenen Kanal. Der Standard sind 12-Kanal-EKGs bei stationären Geräten.

Es werden zwei verschiedene Arten von Ableitungen unterschieden, die von der Polung der Elektroden abhängt:

  • Unipolare Ableitung: Bei dieser Form steht jeder positiven Elektrode eine neutrale als Referenzpunkt gegenüber.
  • Bipolare Ableitung: Es werden jeweils eine positive und eine negative Elektrode kombiniert.

Eine elektrokardiographische Untersuchung kann auf drei verschiedene Arten erfolgen, für die es das jeweils passende Gerät zu kaufen gibt:

Klassisch ist das so genannte Ruhe-EKG. Die Untersuchung wird am entspannten und liegenden Patienten durchgeführt. Die Aufzeichnungszeit beträgt mindestens zehn Sekunden oder länger.

Beim Belastungs-EKG dagegen wird die Messung vorgenommen, während der Patient sich körperlich anstrengt, zum Beispiel auf einem Fahrradergometer oder einem Laufband. Bei dieser Art muss mit Nebenwirkungen beim Patienten gerechnet werden. Dabei kann es sich um Übelkeit, Schwindel, Herzrasen etc. handeln.

In idyllischer Natur ist ein EKG Gerät das es zu kaufen gibt

 

Bei welchen Krankheiten wird ein Ruhe- oder Belastungs-Elektrokardiogramm vorgenommen?

Diese beiden Untersuchungsformen werden sowohl im Notfall, zum Beispiel bei einem Herzinfarkt oder Arteriosklerose, als auch bei immer wieder auftretenden Beschwerden, wie Herzrhythmusstörungen oder zur Kontrolle bei Bluthochdruck angewendet.

Bei einem Herzinfarkt verschließt sich ein Blutgefäß im Herzmuskel, worauf dieser nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt wird. Dauert die Mangelversorgung an, stirbt das entsprechende Gewebe des Herzmuskels ab. Der Schaden ist irreversibel. Eine Vorstufe des Herzinfarkts ist die Arteriosklerose. Ablagerungen in den Gefäßwänden sorgen für eine Verengung. Die Blutgefäße verlieren an Elastizität. Dies kann zur Folge haben, dass an den Ablagerungen ein Blutpfropf, auch Thrombus genannt, entsteht. Löst sich dieser, kann er an verschiedenen Stellen im Körper stecken bleiben und einen Infarkt verursachen. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass sich die Gefäßwand infolge der mangelnden Elastizität erweitert und an dieser Stelle ein Aneurysma entsteht. Die schwerwiegenden Folgen können abgefangen werden, wenn die Beschwerden frühzeitig erkannt und behandelt werden.

 

Ein Ruhe- oder Belastungs-EKG Gerät kaufen

Bei den beiden Geräten handelt es sich um ganz unterschiedliche Typen von Elektrokardiogrammen. Das klassische EKG Gerät ist ein kleiner bis mittelgroßer, rechteckiger Recorder. Dieser verfügt über ein Display und eine Tastatur. Manche Modelle haben einen integrierten Drucker oder können an einen externen Drucker angeschlossen werden. Es kann eine modellabhängige Anzahl von Messungen auf dem Gerät selbst gespeichert werden, bevor die Daten an einen PC übertragen und ausgewertet werden. Mobile Geräte sind kleiner und leichter. Sie können mit Batterie betrieben werden.

Ein Belastungs-Elektrokardiogramm wird entweder auf einem speziellen Fahrradergometer oder einem Laufband erstellt. Das EKG-Gerät ist entweder integriert oder wird extern angeschlossen. Wie bei den anderen Methoden auch werden hierbei die Elektroden mit dem Patienten verbunden. So lasen sich die Herzaktionen aufzeichnen, während der Patient gezielt körperlichen Anstrengungen ausgesetzt wird.

Die Belastungsphasen stellt der Arzt ein. Sie sollen alltägliche Belastungen simulieren, wie zügiges Gehen (25 bis 50 Watt), Treppensteigen und gemütliches Radfahren (75 bis 100 Watt), Joggen oder sportliches Radfahren (125 bis 150 Watt) sowie starke körperliche Anstrengung bei über 150 Watt.

Dabei beginnt die Messung mit der niedrigsten Stufe. Und wird alle zwei Minuten um 15 Watt erhöht. Insgesamt dauert der Vorgang circa 15 Minuten, wird jedoch bei Beschwerden des Patienten unverzüglich abgebrochen. Im Anschluss wird der Patient noch sechs Minuten lang überwacht, um zu sehen, wie schnell sich die Herzfrequenz wieder normalisiert.

 

Ein Langzeit-EKG (LZ EKG Gerät) kaufen

Bei dieser Art von Elektrokardiogramm handelt es sich um ein tragbares Gerät, das für eine längere Überwachung der Herztätigkeit (in der Regel 24 h, manchmal auch länger) vom Patienten mitgeführt wird. Während des gesamten Messungszeitraums bleibt der Patient verkabelt. Das heißt auf seiner Brust sind sechs Elektroden geklebt, welche mit dem Gerät über Kabel verbunden sind, das die Herzfrequenz fortlaufend aufzeichnet. Parallel zur Messung müssen sämtliche körperlichen Aktivitäten notiert werden.

Notwendig wird ein Langzeit-Kardiogramm bei Herzrhythmusstörungen oder Durchblutungsstörungen des Herzmuskels wie Tachykardie, Ischämie oder Bradykardie.

Es gibt verschiedene Modelle von LZ EKG Geräten. Gemeinsam ist allen ein kleines, leichtes und handliches Gehäuse. Dieses lässt sich an Elektroden anschließen. Sie können um den Hals gehängt oder am Gürtel befestigt werden und fallen somit kaum auf. Unterschiede gibt es hinsichtlich der Anzahl an Kanälen für die Datenaufnahme. Auch die Speicherkapazität variiert.

Insbesondere Geräte, die für Messungen über mehr als 24 Stunden eingesetzt werden sollen, müssen über eine entsprechende Speicherkapazität verfügen. Auch die Anzahl der Ausgänge spielt eine große Rolle beim Kauf eines Langzeit EKG Geräts. Sinnvoll ist es, wenn die Geräte zunehmend über Technologien verfügen, welche es ermöglichen, die aufgezeichneten Daten zeitnah an den behandelnden Arzt zu übermitteln. Das kann zum Beispiel durch die Nutzung des GSM-Netzes erfolgen.

 

Event-Recorder – eine Sonderform des Langzeit-Elektrokardiogramms

Eine Sonderform stellt der so genannte Event Recorder dar, der für die Messung beim Auftreten von Krankheitssymptomen wie Herzrasen und Atemnot konzipiert wurde. Der Recorder hat die Größe eines Mobiltelefons und wird im Bedarfsfall auf die Haut im Bereich des Herzens gedrückt. Dies löst eine Messung der Herztätigkeit von 30 bis 60 Sekunden aus. Die Daten werden über das Mobilfunknetz an die Notrufzentrale gesendet. Der Event Recorder kann dann auch wie ein Mobiltelefon für ein Gespräch und zum Ermitteln des Aufenthaltsortes des Patienten genutzt werden.

 

Ein mobiles EKG Gerät kaufen

Heutzutage ist eine große Auswahl an mobilen EKG-Geräten für Zuhause erhältlich. Einfache Ausführungen können schon günstig erworben werden. Es gibt aber auch teurere Modelle mit vielen zusätzlichen Funktionen.

So kann jeder seine Herztätigkeit selbstständig kontrollieren. Bei auftretenden Symptomen kann der Patient sofort überprüfen, ob es sich um eine krankhafte Veränderung handelt oder nur um ein vorübergehendes Unwohlsein. Bei vielen Geräten kommt umgehend eine Rückmeldung, ob eine ernstzunehmende Störung der Herztätigkeit vorliegt. Eine genauere Auswertung kann am PC mit einer speziellen Software erfolgen. Bei Bedarf kann diese dann direkt an den Arzt übermittelt werden.

Manche Geräte bieten auch die Möglichkeit, die Daten sofort an eine Notrufzentrale weiterzuleiten, falls eine Gefährdung besteht. Bei den Geräten selbst handelt es sich in der Regel um EKGs mit einem oder drei Kanälen. Meist erfolgt die Messung durch Auflegung eines Fingers oder durch das Andrücken des Gerätes an die Haut im Brustbereich.

Eine Besonderheit stellen sehr kleine Messgeräte dar, die unter die Haut verpflanzt werden und dort über einen längeren Zeitraum bleiben. Vom Patienten unbemerkt überwacht das Gerät die Herztätigkeit und übermittelt die Daten automatisch an den Arzt oder die Klinik. Der Eingriff selbst ist unkompliziert und kann ambulant durchgeführt werden.