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EKG Gerät Vergleich

Ein Elektrokardiogramm überwacht die Herzfunktion, das heißt den Herzrhythmus und den Herzschlag in Form des Pulses. Bei entsprechenden Vorerkrankungen lassen sich so schnell Probleme erkennen und im Bedarfsfall Hilfe holen.

War ein EKG Gerät früher medizinischen Einrichtungen vorbehalten, greifen zunehmend mehr Privatpersonen zu der Möglichkeit, die eigene Gesundheit selbst kontrollieren zu können. Das verschafft Sicherheit und im Notfall wertvolle Zeit. Die Selbstkontrolle kann bequem zuhause oder unterwegs durchgeführt werden, routinemäßig oder bei auftretendem Unwohlsein.

Die Ergebnisse lassen sich am Computer grafisch darstellen oder ausdrucken. Meist können die Daten auch direkt an den Arzt oder die Notrufzentrale übermittelt werden. Möglich ist dies zum Beispiel durch Nutzung des GSM-Netzes, welches auch für Mobilfunkgeräte genutzt wird.

 

Was passiert beim EKG?

Der Herzschlag ist genau genommen eine elektrische Erregung beziehungsweise ein elektrischer Impuls, der in einer bestimmten Regelmäßigkeit abläuft. Er löst dabei eine Kontraktion des Herzmuskels aus. Ändert sich etwas an dem Muster, deutet das auf eine krankhafte Veränderung hin. Dabei kann es sich um Herzrhythmusstörungen, Entzündung des Herzmuskels oder einen Herzinfarkt handeln.

Für die Messung wird zum einen das Gerät selbst benötigt, welches die Daten aufzeichnet. Andererseits sind die Elektroden erforderlich, die auf die Haut geklebt werden. Sie nehmen die elektrischen Impulse auf und leiten sie an das Elektrokardiogramm-Gerät weiter.

Stationäre Geräte wie in Arztpraxen oder Krankenhäusern verfügen meist über zwölf Ableitungen, das heißt zwölf Elektroden, welche die Spannung des Herzens messen. Mobile Geräte haben meist weniger Kanäle: einen, drei oder sechs. Und nicht alle mobilen Geräte haben Elektroden. Bei manchen Modellen ist es ausreichend, den Finger aufzulegen oder das Gerät an die Haut zu drücken. Im EKG Test zeigte sich allerdings, dass die Messung weniger präzise ist. Ein Problem kann zwar erkannt, aber nicht näher bezeichnet werden.

 

Zwei Menschen rennen und testen dabei ihr EKG Gerät

Wann sollte ein Elektrokardiogramm eingesetzt werden?

Vergleiche zeigten, dass etliche Krankheiten auch die Herztätigkeit negativ beeinflussen. Störungen der Erregungsleitungen oder des Herzrhythmus werden mit dem Elektrokardiogramm aufgezeigt. Dadurch können Rückschlüsse auf die ursächliche Krankheit gezogen werden. Zu diesen Krankheiten zählen Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen wie beispielsweise Vorhofflimmern, Herzbeutelentzündung (Perikarditis) sowie Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Aber auch Krankheiten, die nicht unmittelbar das Herz betreffen, wirken sich auf die Herztätigkeit. Dabei kann es sich um Störungen des Elektrolythaushalts, Überdosierung bestimmter Medikamente oder eine Lungenembolie handeln.

Darüber hinaus werden Elektrokardiogramme auch erstellt, um zu kontrollieren, dass die durchgeführte Therapie den gewünschten Erfolg zeigt. So wird die Funktion eines Herzschrittmachers überprüft oder die Dosierung von Herzmedikamenten kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert.

Ein mobiles EKG Gerät gibt dem Patienten Sicherheit und somit ein Stück Lebensqualität. Denn er kann seine Herzfunktion jederzeit selbstständig überwachen und erhält bei Problemen zügig Hilfe. Ein durchgeführter EKG Gerät Test zeigte, worauf beim Kauf eines mobilen Elektrokardiogramms geachtet werden muss. Denn es gibt ganz unterschiedliche Produkte in allen Preisklassen zu kaufen. Nicht immer muss das teuerste Gerät auch das Beste sein!

 

Bekannte Hersteller mobiler EKG Geräte im Vergleich

Führende Hersteller von mobilen EKG Geräten für die Messung zuhause oder unterwegs sind beispielsweise

 

  • MEDX5
  • Beurer
  • ELOTEC Medizinprodukte
  • Davita Medizinische Produkte & Co. KG sowie
  • Omron.

 

Der Hersteller MEDX5 hat mit einer durchschnittlichen Bewertung mit „Gut“ hat am besten im EKG Geräte Vergleich abgeschnitten. Die übrigen Produkte wurden durchschnittlich mit „Befriedigend“ bewertet. Das mobile Gerät von Beurer ME 80 hat eine Wertung von 89 Prozent erhalten und kostet nur 129,98 EUR, weswegen es der Preis-Leistungs-Sieger des Tests wurde.

Getestet wurden dabei Handlichkeit (Größe und Gewicht), Bedienbarkeit (übersichtlich, selbsterklärend), die Anzeige (gut lesbarer LCD-Display). Ferner ist auf Rezensionen, die das Produkt vom Verbraucher erhalten hat und wie gut die der Service nach dem Verkauf ist, eingegangen worden.

 

Nachfolgend die Kriterien im Detail:

Größe und Gewicht

Je kleiner und leichter ein Gerät ist, desto bequemer kann es transportiert werden. Moderne EKG Geräte können mit einem Gewicht unter 100 g trumpfen, wie der EKG Geräte Test zeigt. Dementsprechend klein sind die Geräte. So können sie um den Hals gehängt, am Gürtel befestigt oder auch um den Knöchel gebunden werden. Damit stören kaum im Alltag.

Display

Auch wenn das Gerät selbst klein und leicht ist, sollte das Display ausreichend groß sein. Damit können alle Anzeigen gut erkannt werden. Ein LCD- oder TFT-LCD Display ist ein Muss. Hilfreich sind ein farbiges Display und Hintergrundbeleuchtung, wie zum Beispiel beim Testsieger MEDX5 vorhanden.

 

Messmodus der EKG Geräte im Vergleich

Die meisten mobilen Elektrokardiogramm-Geräte haben einen Kanal, also einen Ausgang. Die Messung erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise. Praktisch ist es, wenn sie über die Haut erfolgt, das heißt es ist kein weiteres Zubehör nötig. Der Hautkontakt in der Handinnenfläche, Brust oder am Fußgelenk reicht aus. Diese Art der Messung kann allerdings zu Ungenauigkeiten führen, weswegen den meisten Modellen ein EKG Kabel mit Einmalklebeelektroden beiliegen. Bei manchen Modellen sind die Elektroden integriert und die Finger müssen auf diese Elektroden am Gerät gelegt werden.

Die Messung selbst dauert zwischen 30 Sekunden und einer Minute, und kann aufgezeichnet werden. Abweichungen werden meist direkt angezeigt. Eine genauere Auswertung kann mit Hilfe der Auswertungssoftware, die in der Regel beiliegt, erfolgen. Diese Auswertung kann ausgedruckt oder in digitaler Form dem Arzt zur Verfügung gestellt werden.

 

Die Speicherkapazität mobiler EKG Geräte

Der EKG Geräte Test hat gezeigt, dass die angebotenen Modelle über unterschiedliche Kapazitäten verfügen, die aufgezeichneten Daten speichern zu können. Das Anself Heal Force EKG Gerät hat einen integrierten Speicher, derer 1200 Datensätze oder zehn Stunden speichern kann. Dafür verfügt es über keinen externen Speicher.

Andere Modelle können zwar weniger Messungen im Gerät selbst speichern, bieten dafür aber zusätzliche Möglichkeiten über einer integrierten Speicherkarte. Da es so oder so sinnvoll ist, die Messungen regelmäßig am PC auszuwerten, ist es völlig ausreichend, 300 bis 400 Messungen speichern zu können, bevor sie auf den Computer übertragen werden.

 

Lieferumfang

Wichtig ist auch, zu wissen, was der Kunde letztendlich für sein Geld bekommt. Neben dem eigentlichen Herzfrequenzmesser gibt es eine Reihe Zubehör, welches sinnvoll für den Einsatz ist. Ein EKG Geräte Vergleich machte deutlich, dass der Lieferumfang je nach Hersteller sehr unterschiedlich ausfällt.

Neben dem eigentlichen Gerät sollte auf jeden Fall die entsprechende Auswertungssoftware beiliegen sowie das PC-Verbindungskabel. Achtung: nicht jede Software ist mit jedem Betriebsprogramm kompatibel! Außerdem sind gewisse Systemvoraussetzungen nötig, um die Software nutzen zu können. Dies muss vor dem Kauf unbedingt Beachtung finden.

Tests haben zudem ergeben, dass den meisten Modellen ein EKG Kabel sowie eine gewisse Anzahl an Klebeelektroden beiliegen, wenn das Gerät über die Möglichkeit dieser Art von Messung verfügt. Eine Speicherkarte sollte ebenfalls enthalten sein, sofern diese Verwendung vorgesehen ist. Praktisch ist, wenn weiteres Zubehör wie zum Beispiel eine Schutzhülle oder Befestigungsmöglichkeiten für das EKG Gerät bereits beim Kauf enthalten sind.

Hinweis: In einigen Vergleichen war nicht für jedes EKG-Gerät eine deutsche Gebrauchsanweisung vorhanden. Manche ausländischen Hersteller bieten nur eine englische Anleitung an. Dies kann zu Verständigungsproblemen führen und dazu, dass die Messung nicht korrekt durchgeführt wird. Wer sich eine englische Beschreibung nicht zutraut, sollte darauf achten, dass dem gewünschten Modell eine deutsche Gebrauchsanweisung beiliegt.