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EKG Geräte in Krankenhäusern und Rettungswagen

Das Elektrokardiogramm ist die Aufzeichnung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern. EKG heißt auf Deutsch Herzspannungskurve. Gelegentlich wird es auch Herzschrift genannt. Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus. Im Normalfall geht diese vom Sinusknoten aus. Durch das herzeigene elektrische Leitungssystem, welches aus spezialisierten Herzmuskelzellen besteht, läuft sie zu den übrigen Zellen. Diese vom Herzen ausgehenden Spannungsänderungen lassen sich an der Körperoberfläche messen und im Zeitverlauf aufzeichnen. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Aktivitäten des Herzes treffen.

EKG Gerät im Krankenhaus

Meist wird das Elektrokardiogramm von zunehmend verlässlicheren Computerprogrammen ausgewertet. Dies macht jedoch die Beurteilung der Aufzeichnung auf Papier oder auf dem Bildschirm durch den Arzt nicht entbehrlich.

In vielen Krankenhäusern sind weiterhin Monitore an den Notfall Patienten angeschlossen. Diese überwachen nicht nur das wichtigste Organ, sondern auch die Sauerstoffsättigung, den Blutdruck, die Körpertemperatur und vieles mehr.

Aber auch die Telemetrie ist ein EKG Gerät, das in Krankenhäusern genutzt wird. Der gehfähige Patient trägt hierbei ein mobiles Gerät bei sich. Dabei sendet das EKG via Funk an einen Computer. Datensätze lassen sich an diesem kontinuierlich anzeigen und automatisch analysieren. Alarmgrenzen, welche entsprechend eingestellt werden können, alarmieren das Personal durch akustische Geräusche.

Ein EKG Gerät aus dem Krankenhaus neben einer jungen Frau

Langzeit EKGs (Kardiologie) mit Elektroden in Krankenhäusern

Oft beklagen Patienten Symptome wie Herzstolpern oder einzelne „Aussetzer“ des Pulses, die dann oft als störend oder sogar beängstigend empfunden werden. Andere Patienten klagen über Schwindel oder plötzliche Ohnmachtsanfälle.

Häufig liegen solchen Problemen Herzrhythmusstörungen zugrunde, die mit einer Langzeit-EKG-Untersuchung genau analysierbar sind. Zumeist wird hier ein einfaches, meistens Dreikanal-Elektrokardiogramm mit den dazugehörigen Elektroden am Brustkorb des Patienten befestigt. Die Herzstromkurven – also das eigentliche EKG – werden mit einer Art Kassettenrekorder oder moderneren Aufzeichnungsgeräten über 24 Stunden aufgenommen, und können später am Computer ausgewertet werden.

EKG Gerät im Rettungswagen

Natürlich kommen die Elektrokardiogramme auch bei Rettungswagen oder Rettungshubschraubern zum Einsatz. Hier jedoch in deutlich kleinerer Form. Denn der Platz ist zumeist nicht ausreichend, um einen Computer inklusive Monitor in einem fahrenden oder fliegenden Fahrzeug aufzustellen. Die genutzten EKG Geräte im Rettungswagen sind deutlich robuster als jene in einem Krankenhaus. Zudem werden in Rettungseinsätzen auch Defibrillatoren genutzt. Diese verfügen über eine Monitor-Funktion und geben somit aufschlussreiche Daten.

Die neuste Art der EKG Geräte

Je nachdem, welches Elektrokardiogramm für den Patienten notwendig ist, kann es durchaus schon einmal sein, dass der behandelnde Arzt den Monitor aus der Hosentasche zieht. Die neusten EKG Geräte sind so ausgelegt, dass sie unterwegs kaum Platz benötigen und in jede Hosentasche passen. Die alten Geräte mit einem zwei Meter langen Papierausdruck wurden größtenteils aussortiert. Die Krankenhäuser, Rettungsdienste oder einzelne Arztpraxen sind umgestiegen.

Welchen Nutzen hat ein Elektrokardiogramm?

Das Elektrokardiogramm ist ein schmerzloses und nicht eingreifendes Untersuchungsverfahren, das jederzeit wiederholt werden kann. Neben der Herzfrequenz lassen sich Herzrhythmus und der Lagetyp bestimmen. Ferner kann die elektrische Aktivität von Herzvorhöfen und Herzkammern abgelesen werden. Für Herzrhythmusstörungen, wie etwa Extraschlägen und Störungen der Erregungsleitung und Ausbreitung, ist die Diagnostik durch ein EKG ebenso unverzichtbar wie zur Erkennung eines Herzinfarktes.

Das Elektrokardiogramm liefert meist nur Hinweise und darf nicht unabhängig vom klinischen Bild beurteilt werden. Bei Störungen des Herzrhythmus oder der Erregungsleitung lässt sich hingegen aus einem EKG meist bereits eine klare Diagnose ableiten.